Quartalsbrief „Horizonte“

Elternbrief 19/20– 4

Lindental, 17. April 2020

Liebe Eltern

Jetzt steht es fest. Der normale Schulunterricht wird am 11. Mai wieder aufgenommen. Ein kleiner Lichtblick in dieser doch sehr speziellen Zeit. Die nächsten drei Wochen werden wir den Unterricht wie vor den Frühlingsferien übers Netz organisieren. Dabei werden wir gleich vorgehen wie vor den Ferien. Wir schicken jedem Schüler und jeder Schülerin den Wochenplan mit einem Einteilungsvorschlag. Die Arbeiten werden von den Kindern bearbeitet und entweder ins Schulzimmer gebracht oder fotografiert zurückgeschickt. Am liebsten würden wir laufend Arbeiten korrigieren und nicht alles auf einen „Chlapf“ am Freitag erhalten. Die Sitzung der Arbeitsgruppe „Begleitung“ wird nicht wie abgemacht am 5. Mai stattfinden. Damit wir dennoch unsere Erfahrungen und Meinungen zum Fernunterricht miteinander austauschen können, werden die Mitglieder der Arbeitsgruppe am Montag, den 27. April zu einer virtuellen Konferenz eingeladen. Die Traktanden-liste dazu wird noch folgen.

Für die nächsten Wochen werden wir einen neuen Schüler in unserer Klasse begrüssen dürfen. Wir konnten ihn am letzten Schultag vor dem Lockdown kennenlernen. Tim Bardiqi ist in der siebten Klasse und ist mit seiner Familie vor drei Wochen ins Lindental gezügelt. Für Tim hoffen wir, dass dieser Ausnahmezustand nicht lange anhält, damit wir ihn reell in unserer Schulstube aufnehmen und ihn richtig kennen lernen können. 

Unser Quartalsthema für die letzten zehn Wochen heisst: Horizonte. Dabei werden wir uns vorwiegend mit Entdeckern und Entdeckungen befassen. Das Thema wird jedoch vor allem nach dem Fernunterricht angegangen. Die Lektüre hingegen hat in den meisten Klassen mit diesem Thema zu tun. Die zweite Klasse liest den Klassiker «Frosch und Kröte». Ein Buch, das ich schon mehrere Male mit den Schülern gelesen habe. Die dritte und vierte Klasse begibt sich mit «Hund Müller» auf die Suche nach einem Drogenhändler. «Die Luftpiraten», im Buch der 5. Klasse, sind griesgrämig und streiten immerzu. Zwolle, ein Luftpirat, den es eigentlich nicht geben dürfte, stellt jedoch das Leben und die Eigenart aller Luftpiraten auf den Kopf. Die siebte Klasse liest den Thriller «Operation Emerald». Aaro, der Sohn eines Polizeiagenten, gerät auf einem Kreuzschiff in Schwierigkeiten, weil er skrupellose Machenschaften von Verbrechern aufdeckt. Die neunte Klasse liest zum Abschluss «Vor uns das Meer». In diesem Buch werden die Schicksale von Josef (11), der 1939 mit seiner Familie vor den Nazis fliehen muss, Isabel (11), die 1994 in Kuba Hunger leidet und nach Amerika aufbricht und Mahmoud (12), der seine zerstörte Heimatstadt Aleppo verlässt, um in Deutschland neu anzufangen, beschrieben. Damit ihr die Bücher lesen könnt, müsst ihr sie möglichst am Montag in der Schule abholen. Dort werden auch die andern Sachen, die ihr noch brauchen werdet, bereitliegen.

Die Daten der Agenda sind mit Vorsicht zu geniessen. Der Elternabend, die HV des Vereins sowie das Schulfest sind Veranstaltungen, die je nach Bedingung nicht, oder in einer anderen Form stattfinden werden. 

Wir hoffen sehr, dass wir baldmöglichst in den normalen Schulunterricht zurück-finden werden und wir uns wieder ein wenig näherkommen dürfen.

Bleibt gesund und freut euch auf alles, was sein wird wie vor der Corona- Krise.

Quartalsbrief „von Sinnen“

Ein turbulentes Jahr liegt hinter uns… ein turbulentes Jahr vor uns…

Der Wunsch, dass das neue Jahr etwas ruhiger wird, ist seit Jahren ein Wunsch. Kaum ist das Jahr vorbei, erinnert man sich an all die Ereignisse, die wir erleben durften und sinnen dabei, wie wir es noch besser machen könnten… und schon beginnt das neue Jahr mit neuen Taten und Ereignissen und wird dement-sprechend „unruhig“. Also freuen wir uns auf das was kommen wird. Wenn es etwas ruhiger wird, nehmen wir es auch.

Zum Beginn des Jahres kommen zwei neue Schüler in unsere Klasse. Rahel und Aron Sautter sind mit ihren Eltern von Konolfingen ins Lindental gezügelt. Rahel wird die dritte und Aron die erste Klasse ergänzen. Wir freuen uns auf die beiden und wünschen ihnen einen guten Start in ihrer neuen Umgebung. Mit diesem Neuzuzug tritt auch ein neuer Fahrplan in Kraft. Wir werden ihn in den ersten Wochen durchspielen, und wenn nötig optimieren.

Auf Ende des Semesters, also am 31. Januar, wird Sylvana Gfeller uns verlassen. Sylvana hatte zu viele Stunden und möchte sich lieber auf nur einen Standort beschränken. Wir sind traurig, dass diese Zeit nach zweieinhalb Jahren schon endet und wünschen ihr alles Gute. Neu besetzt werden die IF-Stunden (individuelle Förderung) durch Barbara Brandaus Seedorf. Wir wünschen ihr einen guten Start und hoffen, dass der Wechsel reibungslos über die Bühne geht. Wann genau Barbara ihre Stunden bei uns halten wird, ist noch nicht bestimmt. 

Den ganzen Januar hindurch wird Coralie Di Marco, eine Praktikantin der PH Neuenburg, einen Sprachaufenthalt in unserer Klasse absolvieren. Sie wird tatkräftig in unserem Schulalltag mithelfen und gleichzeitig ihre Deutsch-Sprachkenntnisse verbessern.

Das neue Quartalsthema heisst: „von Sinnen“. Bei diesem Thema werden wir uns mit den fünf Sinnen befassen. Wir werden die Funktionsweise der Sinnesorgane kennen lernen und dabei auch unsere Sinne schärfen in ihrer Wahrnehmung. 

Als Lektüren habe ich folgende Bücher ausgewählt: Die zweite Klasse liest „Viele Grüsse, deine Giraffe“. Aus Neugier schreibt die Giraffe einen Brief an die Bewohner am Ende des Horizonts. Dabei entsteht ein wunderbarer Briefwechsel und eine lustige Begegnung. Die dritte Klasse liest „Die leise Luise“. Luise spricht so leise, dass sie nie wahrgenommen wird. Dabei hat sie vieles zu erzählen. Verstanden werden kann sie jedoch erst, wenn sie so wahrgenommen wird, wie sie ist. Die vierte und fünfte Klasse lesen „Ärger auf der Etage 6“. Eine „abstruse“ Frau zieht in den Wohnblock gerade oberhalb von Mia ein. Niemand im Haus kennt die Frau und alle glauben etwas über sie zu wissen. Dies führt dazu, dass sie sogar als Kannibalin angesehen wird. Dass es sich bei ihr aber um eine wunderbare Zeitgenossin handelt, merkt Mia erst, als sie sie richtig kennen lernt. „Alabama Moon“ wird von der siebten Klasse gelesen. Alabama Moon ist ein Junge, der mit seinem Vater fern von der Zivilisation aufwächst. Als sein Vater stirbt, wird er aufgegriffen und in ein Heim gesteckt. Dies hält Alabama Moon nicht aus. Er bricht aus dem Heim aus und will sein eigenes Leben führen. Die achte und neunte Klasse liest „Diebe“. In einer Grossstadt in Südamerika schlagen sich Baz und ihr Freund Demi als Strassenkinder durch. Ihr Sinn des Lebens: Ueberleben und es einmal besser haben.

Wie gewohnt halten wir in der achten Kalenderwoche unsere Sondersportwoche ab. Das Programm wird je nach Wetter und Schneeverhältnissen zusammengestellt und kurz vorher mitgeteilt.

Mit diesen vielen Neuerungen im neuen Jahr kann es gar nicht ruhiger werden. Freuen wir uns also auf ein turbulentes bzw. spannendes neues Jahr.

Bleibt gesund und voller Tatendrang

Quartalsbrief „Europa“

Liebe Eltern

Das erste Quartal des Schuljahres ist vorbei und wir durften schon in der dritten Schulwoche ein wunderbares Lager erleben, in welchem sich die Schülerinnen und Schüler in der neu zusammengesetzten Klasse eingelebt haben. Alle sind „um einen Platz“ gerückt in der Klassenhierarchie und haben sich mit den neuen Aufgaben, Verantwortungen und Rechten schon recht gut abgefunden. Wir sind bereit für das Schuljahr.

Das neue Quartal hat zum Thema Europa. Ein Kontinent, der aus vielen verschiedenen Staaten und Völkern mit grosser geschichtlicher Vergangenheit zusammengesetzt ist. Geografie und Geschichte werden demnach nicht zu kurz kommen. Aber auch aktuelle Themen, welche diesen Kontinent betreffen wie, Klima-veränderung, Migration und die EU werden behandelt. Die jüngeren Schülerinnen und Schüler wird sich mit den Kelten, einer von vielen Völkergruppen Europas, auseinander-setzen

Die Lektüren in diesem Quartal haben nur in wenigen Klassen mit dem Thema „Europa“ zu tun. So liest die 2. Klasse „Violetto“, das Drachenkind, das trotz seiner Andersartigkeit ein richtiger Drache wird. In der 3. Klasse lesen wir ein Buch vom magischen Baumhaus und werden ins Mittelalter versetzt. Der Wunsch der 4.-Klässler war es, einen Krimi von den „Drei Fragezeichen“ zu lösen. Sie lesen: Der dunkle Wächter.“ Die 5. Klasse liest „Die Abenteuer des starken Wanja“, ein Klassiker, der immer wieder auf meiner Lieblingsliste steht. Die 7. Klasse befasst sich mit der Nachkriegszeit in Europa und liest „Krücke“ von Peter Härtling. Die berührende Geschichte eines Jungen, der nach dem Krieg seine Mutter sucht. Ein Kriegsversehrter, genannt Krücke, hilft ihm dabei. Für die ältesten Schülerinnen und Schüler habe ich „Zeit der Wunder“ von Anne-Laure Bondoux ausgewählt. Eine Mutter aus Tschetschenien bringt ihr Kind quer durch Europa nach Frankreich. Für sie bedeutet Europa die einzige Möglichkeit für ihr Kind, dem Terror und der Armut zu entfliehen.

Unsere viel besuchte „Woche der offenen Tür“ findet wieder um in der letzten Oktoberwoche statt. Alle sind herzlich eingeladen zu einem Besuch in unserer Schule.

An den Donnerstagen im November werden die 4.-Klässler den WSC (Wasser Sicherheits-Check) machen. Genauere Angaben dazu werden noch folgen.

Zum Schluss des Jahres werden alle, die in einer Arbeitsgruppe tätig sind, sich zum Altjahrhöck treffen, um es für einmal gemütlich zu haben.

Wir wünschen euch einen guten Herbst und viel Freude

Mit lieben Grüssen

 

Quartalsbrief „Waadtländer Jura“

 

Der Sommer war wieder gross und wieder heiss…

Liebe Eltern

Im neuen Schuljahr starten wir mit zwei neuen Schülern: Als einziger Erstklässler wird Miron Gerwig bei uns einsteigen. Miron ist der Bruder von Nahla und kennt dadurch die meisten Schülerinnen und Schüler der Klasse.  Bestimmt wird er nicht lange brauchen, um sich an den Schulalltag zu gewöhnen. Neu wird auch Samuel Fasnacht zu uns in die neunte Klasse wechseln. Für Samuel wird der Einstieg in unserer Schule eine grosse Umstellung sein, da er in den vergangenen Jahren im Wohnheim Dentenberg verbracht hat. Gleichzeitig mit diesem Wechsel wird er auch neu in seiner Familie in Boll den Alltag verbringen. Beide Schüler heissen wir herzlich willkommen und hoffen, dass sie sich im kommenden Schuljahr gut einleben und wohl fühlen werden.

Einen Wechsel gibt es- zumindest für das erste Semester- auch bei der Lehrerschaft. Neu wird Peter Glatz das Werken in der Schule übernehmen. Peter kennt die meisten Schülerinnen und Schüler der Klasse vom Theater, das er mit ihnen auf die Beine gestellt hat. Er übernimmt die Werkstunden, da ich für zwei Lektionen als Heilpädagoge eingestellt werde. Damit hoffen wir längerfristig Kontinuität in die heilpädagogische Betreuung zu bringen und die Bezugspersonen auf einem Minimum zu halten.

Im Stundenplan hat es durch die Umsetzung des Lehrplan 21 kleine Veränderungen gegeben. Damit die 5.-9. Klasse nebst dem Mittwoch doch noch einen Halbtag frei hat, haben wir die zwei zusätzlichen Lektionen auf die Morgenstunden verteilt. Das heisst, dass der Unterricht für die 5.-9. Klasse eine Viertelstunde früher beginnt, also um 7.30 Uhr. Zusätzlich dauert der Unterricht am Freitag Nachmittag eine Viertelstunde länger, also bis um 15.30 Uhr. Für die 1.-4. Klasse bleiben die Unterrichtsstunden unverändert.

In der Arbeitsgruppe „Begleitung“ wurde der Wunsch geäussert, einen Medienkurs für die Schülerinnen und Schüler, sowie auch für die Eltern zu organisieren. Die Swisscom wird dazu eine Fachkraft zu uns schicken (s. Daten in der Agenda). Ziel dabei ist es, unsere Kinder einen guten Umgang mit den neuen Medien zu lehren. Dabei werden Chancen und Gefahren von Computern und Handys aufgezeigt. Ganz bestimmt wird auch auf Ängste und Sorgen der Eltern eingegangen und Möglichkeiten dargelegt, wie damit umgegangen werden kann.

Wie gewohnt begeben wir uns in der dritten Schulwoche ins Lager. Wir gehen nach Les Rasses, in der Nähe von Ste. Croix im Waadtländer Jura. Nähere Informationen zur Landschulwoche werden in den ersten Schulwochen folgen.

Zum Schulschluss durften wir wieder ein wunderbares Schulfest erleben. Auch wenn heuer etwas weniger Leute zum Schulfest gekommen sind, war es ein grosser Erfolg. Das Konzept funktioniert also auch bei Extremtemperaturen. So heiss wie an diesem Schulfest war es noch nie. Zum Dank für all eure Mithilfe, die zum Gelingen dieses Festes beigetragen hat, laden wir euch jetzt schon ein zum Helferabend am 18. September.

Wir wünschen euch allen weiterhin einen prächtigen Sommer und ein interessantes Quartal.