Elternbrief „Afrika“

Lindental,   11. Oktober 2017

Watoto wote wana haki sawa

Liebe Eltern

„Watoto wote wana haki sawa“ ist Swahili (eine afrikanische Sprache) und heisst: Alle Kinder haben die gleichen Rechte. Diesen Spruch schrieb Juma, ein Strassenkind aus Tansania auf eine Mauer. Womit jedem von uns schon klar ist, dass dem nicht so ist.

Im kommenden Quartal werden wir uns mit dem Kontinent Afrika befassen. Ein Gebiet, das etwa 735 mal grösser ist als die Schweiz. Die Unterstufe wird sich vor allem mit verschiedenen Volksstämmen und deren Lebensgewohnheiten sowie der Fauna dieses Landes auseinandersetzen. Die Oberstufe wird sich mit den geschichtlichen Themen, insbesondere mit dem Kolonialismus sowie geografische und klimatische Begebenheiten beschäftigen. Dabei werden wir ganz bestimmt auf die aktuelle Situation der Asylantenströme und die Menschenrechte im Besonderen zu sprechen kommen.

In den Lektüren liest die Unterstufe „Wir sind nachher wieder da, wir müssen kurz nach Afrika“. Eine witzige Geschichte, in welcher zwei Geschwister, einen vom Zoo ausgebüxten Elefanten in die Freiheit nach Afrika zurück begleiten. Die 5. und 6. Klasse liest das Buch „Juma“. Es handelt von einem Jungen aus Tansania, dessen Lebenssituation kaum etwas anderes zulässt, als ein Strassenkind in einer Stadt zu werden. Sein Schicksal endet glücklicherweise für ihn gut. Die Oberstufe liest „Die Nacht der Jäger“. Hier geht es einerseits um eine Liebesbeziehung zwischen einer Weissen und einem Massai und dem Kampf gegen Wilderer, die auf das Elfenbein der Elefanten aus sind. Hier wird aufgezeigt, wie verschiedenen mit der Natur in der Serengeti umgegangen wird. Idealisten kämpfen gegen korrupte Regierungsbeamte.

Es ist vorgesehen eine kulturelle Veranstaltung zum Thema Afrika zu organisieren. Diese wird Ende November stattfinden. Genauere Angaben dazu werden noch folgen.

Im letzten Elternbrief konnte ich unsere neue IF-Lehrperson (IF = individuelle Förderung) nicht vorstellen, da ich bis zum gegebenen Zeitpunkt keine Informationen über sie hatte. Dies möchte ich nachholen. Jeweils am Donnerstag Nachmittag, kommt Silvana Gfeller zu uns ins Schulhaus um mit einzelnen Schülerinnen und Schülern individuell zu arbeiten. Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit.

Die „offene Woche“ findet wie gewohnt in der 1. Novemberwoche statt. Ab Dienstag bis Freitag bietet sich allen Leuten die Möglichkeit, Einblick in den Schulalltag im Lindental zu nehmen. Die Türe ist jeweils in den Morgenstunden offen für alle. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

Wie gewohnt werden wir das Jahr abschliessen mit dem Altjahrshöck. Alle, welche in einer Arbeitsgruppe mitarbeiten, sind mit ihren Partnern eingeladen zu einem Raclette-Abend. Zeit und Ort werden noch bekanntgegeben.

Wir wünschen euch allen eine spannende und gefreute Zeit

Elternbrief „Appenzellerland“

Elternbrief 17/18 – 1

Lindental, 10. August im Jahre 1 nach Käthy Germann

Liebe Eltern

Vor genau neun Jahren begann schon einmal die „Nach-Käthy“ Zeitrechnung. Damals hatte Susanne Veress die Stunden von Käthy übernommen. Diese ist in den vorzeitigen Ruhestand getreten…um zwei Jahre später mit den Flötlern wiederum einzusteigen. Obwohl Käthy in gewissen Jahren nur mit Kleinpensen bei uns angestellt war, hat sie die letzten zwanzig Jahre stark geprägt und mehreren Schülergenerationen geholfen sich im Schulalltag zurechtzufinden. Es war auch Käthy, die die Geheimnisse, wie man eine neunstufige Klasse überhaupt führen kann, an uns Lehrer weitergegeben hat. Sie hat also einen grossen Anteil daran, dass es die Schule überhaupt noch gibt und hat mit ihrem grossen Engagement dazu beigetragen, dass uns die Arbeit nicht über den Kopf gewachsen ist. Dafür möchten wir ihr noch nachträglich vielmals danken und ihr in ihren neuen Aufgaben viel Freude und Befriedigung wünschen.

Die „Nach-Käthy“ Zeitrechnung beginnt nun endgültig im kommenden Schuljahr. Trotz dieses einschneidenden Ereignisses wird der Schulalltag im Grossen und Ganzen gleich weiterlaufen. Ronny Rüefli wird die Stunden von Käthy zusätzlich übernehmen und somit auch am Mittwochmorgen in der Schule präsent sein. Die Schulstunden sind gleich geblieben. Es wurden nur einzelne Fächer abgetauscht. Die grösste Veränderung ist wohl, dass nun Ronny Rüefli die Englischstunden und die Freifächer Perkussion und Ukulele erteilt.

Zum Schulbeginn möchten wir die beiden neuen Erstklässler Siro Rüefli und Jonas Hug herzlich willkommen heissen. Siro hat mit seinem Bruder Noah und seinem Vater einen sicheren Rückhalt. Er wird sich dadurch bestimmt schnell einleben in unserer Schule. Jonas ist seit bald vier Jahren ein fester Bestandteil unseres Alltags, da er gleich oberhalb der Schulstube wohnt. Für ihn dürfte der Umstand, keinen Schulweg mehr zu haben, die grösste Veränderung sein. Die beiden werden nur eine kurze Gewöhnungszeit erhalten, da wir uns wie gewohnt in der dritten Schulwoche ins Lager begeben werden. Diesmal gehen wir nach Wald in den Kanton Appenzell Ausserrhoden. Detaillierte Angaben dazu werden in der zweiten Schulwoche folgen.

Unsere Schule verfügt mit der Begleitgruppe über eine Art Elternrat. Diese Gruppe trifft sich 5-6 Mal im Jahr und bespricht mit der Lehrerschaft die aktuelle Schulsituation sowie pädagogische Ideen und Ereignisse, die die Schule betreffen. Diese Arbeitsgruppe hat keine Entscheidungskompetenzen und dient als Austausch- und Ideenplattform, in welcher offen miteinander diskutiert wird. Zurzeit wird die Arbeitsgruppe Begleitung (AG Begleitung) geleitet von Peter Soltermann. Nebst der Lehrerschaft sind in dieser Gruppe: Leonie Schärer, Hermann Alter, Bernhard Ammann, Ruth Türler und Thomas Stutz. Neu wird Monika Hug zur Gruppe stossen. Diese Arbeitsgruppe steht allen Eltern offen. Damit eine Kontinuität entsteht, verpflichten sich die Gruppenmitglieder mindestens für ein Jahr mitzuwirken.

Ich bin immer wieder erstaunt darüber, wie unsere Schule durch kleine Veränderungen ein neues Gesicht bekommen hat, und die Grundwerte trotzdem gleich geblieben sind. Diese kleinen Veränderungen sind für das Überleben unserer Schule und für das Leben überhaupt nötig, um für künftige Herausforderungen bereit zu sein.

Wir wünschen euch allen Neugier und Offenheit für Neues und ein erlebnisreiches Quartal.

Elternbrief „Brot und Salz“


Lindental, 21. April 2017

Liebe Eltern

Brot und Salz gehören in vielen Kulturen zu den Grundnahrungsmitteln. Beides hat seit je her einen wichtigen Stellenwert und galt als wertvoll. Heute nehmen wir es nicht mehr als wirklich wertvoll wahr, da wir es uns im Ueberfluss leisten können. Es ist wie mit vielem, das im Alltag selbstverständlich geworden ist.

Brot und Salz heisst das neue Quartals-thema. Dabei werden wir in der Unterstufe selber Korn anpflanzen und mit dem eigenen Mehl Brot backen. Wir werden die Wichtigkeit des Salzes und dessen Gewinnung kennen lernen.

Seit anfangs Februar haben wir eine neue Schülerin in unserer Klasse, Noelle Ritschard. Sie geht in die siebte Klasse. Wir möchten sie nachträglich noch willkommen heissen und hoffen, dass sie sich bei uns wohl fühlt und die Schulzeit gut bei uns abschliessen kann.

In den verschiedenen Klassen haben wir Lektüren, die diesmal nicht direkt mit unserem Thema zu tun haben. Die zweite Klasse liest: Viele Grüsse, deine Giraffe. Die Giraffe möchte wissen, wer am Ende des Horizonts lebt. In einem regen Briefwechsel mit einem Pinguin stellt sich die Giraffe diesen vor, was am Ende nicht wirklich der Realität entspricht. Die vierte Klasse liest einen Klassiker von Preussler, Die kleine Hexe. Wenn die kleine Hexe zu jung ist um auf den Blocksberg mit den andern Hexen mitzufeiern, möchte sie wenigstens eine gute Hexe sein. Dies führt jedoch zwangsläufig zu Schwierigkeiten. Die fünfte und sechste Klasse liest Stuart Horten. Stuart muss gegen seinen Willen Wohnort wechseln. Er ist unzufrieden und unglücklich. Doch gerade jetzt kommt er einem Geheimnis von mechanischen Geräten auf die Spur, welche sein Grossvater erfunden hatte. In der siebten und achten Klasse lesen wir Löcher, eine witzige Geschichte, in welcher Stanley Yelnats in einem Straflager gemeinen Machenschaften auf den Grund kommt und alles aufdeckt. Die neunte Klasse liest zum Abschluss White zone – letzte Chance. Sechs Jugendliche verbringen quasi als letzte Bewährungschance ein halbes Jahr auf einer Station in der Antarktis. Dies endet ziemlich turbulent. Eine Geschichte mit viel Action, in welchem Freundschaften und Werte einen hohen Stellenwert haben.

Am 19. Mai findet die Hauptversammlung unseres Vereins „Pro Gesamtschule Lindental“ statt. Im Anschluss daran haben wir zum Thema Salz und Brot Jürg Wyss von der Firma JUMI in Boll eingeladen. Er erzählt uns vom Werdegang und den Produkten ihres Betriebs. Von der Belperknolle zum Piemonteser Rind lautet der Titel der Veranstaltung. Im Anschluss daran, bietet JUMI das Salz und der Verein das Brot für alle Anwesenden an.

Wie in den vergangenen Jahren möchten wir am Mittwoch, 10. Mai einen Elternabend durchführen. An diesem Abend organisieren wir uns für das kommende Schuljahr. Stundenplan, Fahrdienst, Mittagstische und Planung des neuen Schuljahres werden besprochen und eingeteilt.

…und dann folgt wieder das Schulfest, das Salz in unserem Brot.

Wir wünschen euch allen ein gutes Quartal und das tägliche Entdecken des Salzes in unserem Leben.

Elternbrief „Winterschlaf“

Lindental, 4. Januar 2017

Liebe Eltern

Ein ereignisreiches Jahr liegt hinter uns. Der Verein mit all seinen Mitwirkenden hat im Sommer für ein gigantisches Schulfest gesorgt und in den Wahlen
im Herbst so viel Stimmen erhalten, dass es für zwei Sitze in der Bildungskommission reicht. Hier sind viele engagierte Leute am Werk. Natürlich hat Einsatz etwas Befriedigendes, wenn er positiv belohnt wird. Dennoch muss alles initiiert und angegangen werden, damit überhaupt etwas in die Gänge kommt. Da hat unser Vorstand sehr gute Arbeit geleistet. Besten Dank.

Das neue Quartalsthema heisst „Winterschlaf“. Dies heisst nicht nur abschalten und nichts tun. Damit gemeint sind auch „überdauern“, mit der gegebenen Situationen und Bedingungen zurecht- kommen, sich zurückziehen, in-sich-gehen und sich sammeln, um danach vorbereitet zu sein, um neue Situationen und Bedingungen anzugehen. Auch wir in unserer Schule müssen uns dauernd neu ausrichten und uns den gegebenen Situation anpassen. So werden wir auf Ende dieses Schuljahres Käthy Germann ersetzen müssen und im Schulalltag Strukturen schaffen, die dem Lehrplan 21 entsprechen. Wenn wir uns nun in den Winterschlaf begeben, schaffen wir die nötigen Voraussetzungen für die kommende Zeit.

In der Lektüre habe ich für die 2. Klässler „Leo Schmetterling“ vorbereitet. Leo ist tollpatschig und unbeliebt. Er zieht sich zurück. Ein grünes Männchen hilft ihm seine Aengste und Sorgen mit ein paar Tricks zu bewältigen, um schlussendlich den innigsten Wunsch zu erreichen. Die vierte und fünfte Klasse liest: „Die Abenteuer des starken Wanja.“ Wanja wird auserwählt, die Nachfolge des Zaren zu übernehmen. Um dieses Amt antreten zu können, zieht sich Wanja zuerst lange zurück, um danach in vielen Abenteuern zu beweisen, dass er der Bürde dieses Amtes gewachsen ist. Die sechste und siebte Klasse wird den Klassiker „Die unendliche Geschichte“ lesen. Auf der Suche nach Anerkennung und Liebe entdeckt Bastian das Buch „Die Unendliche Geschichte“. Während des Schulunterrichts verkriecht sich Bastian auf dem Speicher der Schule, um in diesem Buch zu lesen, und um in Fantasien zu erkennen, was wirkliche Liebe ist. Die 8. und 9. Klasse liest: „Im Niemandsland“. Hal hat verschiedene kriminelle Taten begangen und ist dafür auch in einem Jugenderziehungsheim eingesessen. Nach seiner Flucht mit Alabama Moon muss Hal jedoch eine Strafe im berüchtigten Gefängnis Hellenweiler absitzen. Hal nimmt sich vor, keine weiteren Schwierigkeiten mit der Obrigkeit zu haben, damit er endlich im Alltag in Freiheit Fuss fassen kann. Er zieht sich zurück und will um keinen Preis auffallen. Dabei zeigt sich, dass er selber vieles gar nicht bestimmen kann und abhängig ist von dem, was rund um ihn passiert. Nur mit viel Glück kann Hal aus dieser perspektivlosen Situation ausbrechen.

Die Sondersportwoche wird künftig vor den Sportferien stattfinden, da diese von der siebten auf die neunte Kalenderwoche versetzt wurde. Das Konzept dieser Sondersportwoche bleibt gleich und wird somit nach dem Wetter und den Schneeverhältnissen ausgerichtet. Das Programm wird kurz davor erstellt.

Wir wünschen euch allen einen guten Winterschlaf

Elternbrief „von Panama bis Feuerland“

Lindental,   12. Oktober 2016

Liebe Eltern

dsc_6217Er ist doch noch gekommen, der Herbst. Auch im Wissen, dass jeder Sommer zu Ende geht, realisieren wir ganz plötzlich, dass die Zeit der warmen Tage zu Ende ist… und hoffen auf einen farbigen Herbst.

Die Ereignisse kurz vor dem Quartalsschluss haben uns dies- wie schon so oft -wieder vor Augen geführt. Es ist wiederum jemand gestorben, der viel für unsere Schule getan hat. Jürg Germann hat nicht nur Käthy stets unterstützt bei der Arbeit in unserer Schule, er hat auch tatkräftig mitgeholfen in ganz verschiedenen Bereichen. Wir sind stolz, einen Menschen wie ihn kennen gelernt zu haben und sind dankbar für seine wertvolle Mitarbeit. Käthy wünschen wir viel Kraft und Energie im Schulalltag und zu Hause bei ihren Kindern und Enkelkindern.

Das neue Quartalsthema heisst „Von Panama bis Feuerland“. Wir werden uns mit der Geschichte und der Geografie des südamerikanischen Kontinents befassen. Ein Thema reich an interessanten Aspekten, wie es in den Lektüren klar zum Ausdruck kommen wird. Obwohl wir mit den Mayas auch Gebiete oberhalb Panamas einbeziehen werden.

Für die zweite Klasse habe ich ein Buch ausgewählt, das nicht zum Thema passt, aber den Lesefertigkeiten der Schülerinnen und Schüler entspricht. Frosch und Kröte erleben in wunderbaren Geschichten gemeinsam ein ganzes Jahr. Die 4. und 5. Klasse gehen mit Anna und Philipp zu den Mayas. Dort nehmen sie Einfluss auf die Wahl des neuen Maya-Königs. Sie sind jedoch überglücklich aus dieser Zeit wieder zurückzukehren. Die 6. und 7. Klasse liest das Buch „Sie hiessen die Feinde willkommen“. Anina, ein Mädchen aus dem Stamm der Tainos erlebt, wie die Weissen ihr Land entdecken. Von Anfang an spürt sie, dass dies kein gutes Ende nehmen wird. Die überhebliche Art der Spanier, ihre Goldgier aber auch das Leben einzelner Volksstämme untereinander wird in eine spannende Geschichte verpackt. Die 8. und 9. Klasse liest „Diebe“. Dieses Buch handelt in einer südamerikanischen Grossstadt und zeigt, wie Kinder unter schlimmen Bedingungen mit illegalen Mitteln den Alltag durchstehen. Ein Buch, das einem sehr nahe geht.

In der dritten Quartalswoche steht allen Eltern und sonst interessierten die Schultür offen. Ohne Anmeldung kann man in dieser Woche einen kleinen Blick in den Schulalltag unserer Gesamtschule werfen. Diese Woche ist fast nicht mehr wegzudenken und Schülerinnen und Schülern freuen sich darauf. In der Kaffeepause gibt es jeweils neue Kontakte und interessante Gespräche.

Am Zukunftstag haben die 5.-7. Klässler die Möglichkeit, bei ihren Eltern oder bei sonst einem Bekannten, Einblick in den Berufsalltag zu gewinnen. Wieso nicht einmal mit dem Götti oder mit jemanden, der einen spannenden Beruf hat, einen Tag verbringen?

Für alle, die in einer Arbeitsgruppe sind, findet in den Weihnachtsferien der Altjahrhöck statt. Dies als Dank für die Arbeit, die hinter den Kulissen geleistet wird.

Wir wünschen euch allen einen farbenprächtigen Herbst

Elternbrief „Seeland“

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Liebe Eltern

 

Auch sechs Ferienwochen vergehen.

 

Wir freuen uns auf das neue Schuljahr und hoffen, dass es für alle spannend und lehrreich sein wird. Es gibt nur wenige Veränderungen in unserem Schulalltag. Da sind einmal die beiden neuen Schüler: Nahla Gerwig und Noah Rüefli, beide aus Boll, werden die erste Klasse bilden. Wir freuen uns auf dieses Duo und sind überzeugt, dass sie sich gut bei uns einleben werden.

Das neue Quartal heisst „Seeland“. Die Themen dazu ergeben sich aus dem Ort unserer Landschulwoche, welche wie immer in der dritten Schulwoche stattfindet. In Prêles (Prägelz) oberhalb des Bielersees haben wir ein Haus reserviert. Die nötigen Angaben dazu und das Programm folgen in den ersten zwei Schulwochen.

Im Frühling haben wir am Elternabend einen Fahrplan zusammengestellt. Im neuen Schuljahr können wir auch den Schulbus benützen, der für die Kindergartenkinder des Lindentals eingesetzt wird. Dieser Bus verkehrt jeweils am Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag Morgen. Für alle Betroffenen lege ich den von uns ausgearbeiteten Fahrplan bei. Um zu sehen, wie das Ganze vonstatten geht, schlage ich vor, dass wir in den Wochen vor der Landschulwoche nach diesem Plan fahren. Danach nehmen wir Optimierungen vor, damit es möglichst wenig Leerfahrten gibt. So können wir bestimmt die eine oder andere Fahrt am Mittag durch den Schulbus ersetzen. Mit diesem Fahrplan, der von allen Beteiligten mitgetragen wird, erreicht die Fahrerei ein erträgliches Mass. Schätzen wir es, so wie es ist. Grundsätzlich wird der Schulbus jedoch für die Kindergartenkinder eingesetzt, und wir Eltern sind noch immer für den Fahrdienst zur Schule zuständig.

Nach dem gelungenen Schulfest werden wir wie immer alle Helfer zu unserem Quartalsabend vor den Herbstferien einladen und ein Raclette servieren. Ich bin beeindruckt, wie viele Leute Jahr für Jahr an diesem Anlass mithelfen und somit einen wichtigen Beitrag für unsere Schule leisten. Diesen Leuten müssen wir Sorge tragen.

Gegen Ende des Quartals findet die BAM (Berufs und Ausbildungsmesse) in Bern statt. Ich werde mit den Schülern der 7. und 8. Klasse am Freitag den 16. September über den Mittag die Messe besuchen. Die BAM bietet auf kleinem Raum Einblick in alle Berufsrichtungen und weiterführenden Schulen. Hier können sich die Schülerinnen und Schüler informieren und mit Leuten von den verschiedenen Berufen reden. Die BAM findet statt vom 16. bis zum 20. September und steht allen Interessierten offen.

 

Nun sind wir gerüstet für den Schulalltag und sind gespannt auf alles was auf uns zukommen wird.

Z gäube vom Ei

Elternbrief 15/16 – 4

Lindental, 20. April 2016

Geläng es mir des Weltalls Grund,
somit auch meinen, auszusagen,
so könnt’ ich auch zur selben Stund
mich selbst auf meinen Armen tragen.

Grillparzer DSC06955

Liebe Eltern

Für einmal suchen wir das Gelbe vom Ei. Etwas, das für eine Schule eigentlich ganz normal sein sollte: Wir möchten den Sachen auf den Grund gehen, den Kern der Sache erfassen. So werden wir uns mit Phänomenen, die uns wie Zauberei vorkommen, befassen. Das geht von Photosynthese, Elektrizität und Magnetismus über viele andere Phänomene, die unsern Alltag bestimmen.

Wie in jedem Quartal haben wir eine Lektüre für die Schülerinnen und Schüler ausgewählt. Die Unterstufe (3.+4. Klasse) liest Tschipo und die Pinguine. Tschipo macht eine Reise zu den Pinguinen und muss feststellen, dass dort einiges falsch läuft. Oder findet ihr es normal, dass Pinguine Thnunfisch aus der Büchse fressen? Die 5. und 6. Klasse liest die Hüterin des Drachen. Das Chinesenmädchen Ping flieht mit einem Drachen aus der Gefangenschaft und erlebt mit ihm viele Abenteuer, bis aus dem Ei ein neuer Drache schlüpft und sie ihre Bestimmung als Drachenhüterin erkennt. Die 7. Klasse liest “Schlamm”. Tamaya und ihr Freund Marshall infiszieren sich in einem Schlammloch mit einerm giftigen Erreger und lösen dabei eine rasante Infektionswelle aus. Im Buch geht es zwar um eine Umweltkatastrophe, aber vor allem um Beziehungen und Freundschaften. Die 8.+9. Klasse liest eine skurile Geschichte, in welcher Richard und Skink quer durch Florida einem zwielichtigen Typen nachjagen, der mit Richards Cousine Malley durchge-brannt ist. Eine Geschichte mit viel Action und einem wunderbaren Schluss.

Wie immer gibt es im 4. Quartal vor dem Schulfest noch viele Sitzungen und allerlei Vorbereitungen für das kommende Schuljahr. So hat es sich bewährt, dass wir einen Elternabend veranstalten, um den Schulweg und mögliche Mittagstische für das kommende Schuljahr zu organisieren.

Empfehlen möchten wir die kurlturelle Veranstaltung, welche im Anschluss an die Hauptversammlung des Vereins stattfinden wird. Michel Roggo, Berufsfotograf mit internationalem Bekanntheitsgrad, zeigt Fotos aus 36 Süsswasserregionen der Welt.

Für den Abschluss des Jahres bitten wir euch alle, den 26. Juni zu reservieren. An unserem alljährlichen Schulfest sind wir wie immer auf eure tatkräftige Mithilfe angewiesen.

Wir wünschen euch allen ein erlebnisreiches und spannendes Quartal

Elternbrief „Gezeiten“

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Lindental, 6. Januar 2016

 

Liebe Eltern

Den Abschluss des letzten Quartals haben wir uns alle ganz anders vorgestellt. Walter Aebersold hat so viel für unsere Schule getan und ist immer an allen Schulanlässen präsent gewesen, dass am Tag seines Todes, an eine Quartalsfeier gar nicht zu denken war. Auch wenn ich alles rational nachvollziehen kann, bin ich jetzt noch durcheinander und einfach traurig.
Die Abdankung von Walter findet am ersten Schultag statt. Wir werden den Schulbetrieb wie vorgesehen starten. Am Nachmittag haben die Schülerinnen und Schüler der 1. bis 5. Klasse wie gewohnt Unterricht.
Gezeiten heisst das neue Quartalsthema. Wir werden uns mit immer wiederkehrenden Abläufen in der Natur und im Alltag befassen.
Es ist mir nicht gelungen zu diesem Thema eine spannende Lektüre für die verschiedenen Altersstufen zu finden, so dass ich mich kurzerhand entschlossen habe, bewährte Bücher der letzten Jahre als Lektüre für die Schülerinnen und Schüler auszuwählen. Dies entspricht zwar nicht den immer wiederkehrenden Gewohnhei-ten, gibt mir aber wieder etwas Luft und die Möglichkeit, mich ein wenig zu organisieren.
Wie in den vergangenen Jahren wird Käthy Germann in der zweiten Schulwoche täglich in unserer Schule sein, um mit der Flöten- und der Ukulelengruppe eine Intensiv-Woche durchzuführen. Die Schülerinnen und Schüler selber werden verblüfft sein, wie viel Fortschritte sie erzielen können, wenn sie sich ein wenig intensiver mit etwas befasst.
Bis zu den Sportferien werden die Schülerinnen und Schüler der 3. bis 5. Klasse den Schwimmkurs absolvieren. Er findet jeweils am Donnerstag von 10-12 Uhr statt. Die Fahrt nach Boll, wo der Schulbus auf die Schüler warten wird, werden wir noch organisieren.
Ab der dritten Schulwoche wird Alexandra Vassiliou als Praktikantin in unserer Schule mithelfen. Sie besucht zur Zeit die Pädagogische Hochschule im zweiten Jahr. Das Praktikum dauert drei Wochen. Wir hoffen, dass sie viele gute Erlebnisse und Erfahrungen in unserem Schulalltag machen kann.
Anschliessend an die Sportferien führen wir wie immer unsere Sondersportwoche durch. Das Programm wird während den Ferien zusammengestellt und an die dann herrschenden Wetterbedingungen ange-passt. Wenn alles wieder seinen gewohnten Ablauf nimmt, werden wir 2-3 mal Ski fahren gehen und die üblichen Aktivitäten danach ausrichten.

Es wird also ein Quartal mit viel Gewohntem und einigem Neuen. Das Gewohnte gibt uns die Sicherheit uns an das Aussergewöhnliche heranzuwagen. Das Aussergewöhnliche zeigt uns dann immer wieder von neuem, was wir am Gewohnten verändern oder beibehalten sollten.

Wir wünschen euch allen viel freudige ausserordentliche Momente

 

Elternbrief „Aufbruch“

Elternbrief 15/16– 2

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Lindental,   26. September 2015

Liebe Eltern

 

Nachdem wir uns im ersten Quartal ein wenig eingearbeitet haben in die neue Schulsituation, gilt es im kommenden Quartal nun richtig aufzubrechen und neue Wege zu gehen. Für Ronny sowie auch für mich hat das neue Schuljahr viele Neuerungen gebracht, die wir im kommenden Quartal umsetzen möchten. Dabei gilt es auch alte Strukturen aufzubrechen und anzupassen… und überhaupt aufzubrechen zu neuen Taten.

Aufbruch heisst das neue Quartalsthema. Wichtige Errungenschaft, Erfindungen und Entdeckungen führten in der Zivilisation zu Veränderungen und dadurch wiederum zu neuen Wegen und Anschauungen. Einigen dieser Errungenschaften möchten wir auf den Grund gehen und uns mit deren Auswirkungen befassen.

Mit Aufbruch und Veränderungen haben auch unsere Lektüren zu tun. Die erste Klasse liest „Oh wie schön ist Panama“. In diesem Buch brechen der Tiger und der Bär auf nach Panama. Sie landen jedoch am gleichen Ort wo sie gestartet sind und glauben, dass sie im schönen Panama sind. Manchmal braucht es Umwege, um zu merken, wie schön, dass man es eigentlich hat. Die Geschichte der dritten und vierten Klasse spielt auf einer Alp und heisst „Lina auf dem Ziegenberg“. Lina rennt von zu Hause weg, weil sie mit der neuen Situation auf der Alp nicht mehr zurecht kommt. Dadurch gerät sie in eine Notsituation. Sie wird gerettet und kommt zum Schluss, dass Veränderungen im Alltag auch ihr Positives haben können. In „Frei wie ein Wolf“ geht es um einen Hund, der anderen Hunden hilft sich aus der Gefangenschaft der Menschen zu befreien und sich einem Wolfsrudel anzuschliessen. Er selber schafft diesen Schritt nicht, da er sich selber nicht gefangen vorkommt. Dieses Buch wird von der 5. Bis zur 7. Klasse gelesen. Die 8. und 9. Klasse liest die Geschichte von einer tschetschenischen Frau, die ein Kind, das bei einem Zugunglück überlebt, aufnimmt und dieses bis an die französische Grenze bringt, um es dort zu verlassen. Nur so bekommt der Junge Asyl in Frankreich und wächst dort auf. Als er viel später die Frau in Tschetschenien aufsucht, weiss er nicht, zu welcher „Welt“ er nun wirklich gehört.

Am 4. November trifft sich die Arbeitsgruppe „Begleitung“ kurz AGB. Diese Arbeitsgruppe setzt sich zusammen aus der Lehrerschaft und den Eltern der Schulkinder. Es gibt 5-6 solche Treffen, an welchen über den Schulbetrieb und über schulische Themen aller Art diskutiert wird. Eltern, die sich an dieser Runde mitmachen möchten, können dies problemlos tun. Erwartet wird, dass man sich zumindest ein Jahr daran beteiligt. Interessierte können sich bei Peter Soltermann melden.

Im kommenden Quartal möchten wir vor Weihnachten mit allen die Elterngespräche durchgeführt haben. Es ist wichtig, dass wir uns in der neuen Situation frühzeitig austauschen, um entsprechend reagieren zu können.

In der letzten Oktober-Woche steht unsere Tür wieder für alle offen, die Einblick in unsern Schulalltag haben möchten. Natürlich gilt dies auch für euch, obwohl euch die Schultür sowieso immer offen steht.

So, nun breche ich auf und gehe in den Süden. Ich wünsche euch allen eine gute Zeit.

Elternbrief „Wallis“

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Lindental, 5. August 2015

Liebe Eltern

 

Eine intensive Sommerzeit geht ihrem Ende zu und der Alltag wird schon bald Einzug halten. Ein Alltag, der uns allen jedoch viel Neues bringen wird.

Drei neue Erstklässler beginnen das Schuljahr mit uns. Sarai Stutz wohnt in Boll und hat einen jüngeren Bruder. Für Sarai ist unsere Schule mehr oder weniger Neuland, welches sie betreten wird. Einen Mitschüler kennt sie bereits bestens, da sie gemeinsam den Kindergarten im Stämpbach besucht haben: Marius Ammann. Marius geht schon mehrere Jahre bei uns ein und aus und kennt ziemlich alle Schülerinnen und Schüler der Klasse. Er wird mit seinen zwei Brüdern die „Schulbank“ teilen. Als dritte Erstklässlerin wird Satinka Schärer zu uns stossen. Ihr Bruder Milan hat seit Februar bei uns schon vorgespurt für sie. Wir wünschen den drei Erstklässlern einen guten Start und eine spannende Schulzeit.
Eine grosse Veränderung wird in unserem Schulalltag die Anstellung von Ronny Rüefli mit sich bringen. Er übernimmt zwar das Pensum von Susanne Veress, nicht aber die Fächer, die sie unterrichtet hat. Ronny wird von den Hauptfächern die Mathematik erteilen. Für ihn hoffen wir, dass all das Neue, das auf ihn zukommt, bald zum gewöhnlichen Alltag gehören wird.
Auf der Gemeindeebene wird es ab August neu eine Hauptschulleitung geben. Diese wird durch Barbara Gadola besetzt. Sie wird die Koordinationsstelle der verschiedenen Schulen innerhalb der Gemeinde und die direkte Ansprechperson für den Gemeinderat sein. Für unsere Schule wird dies vorerst kaum Auswirkungen haben. Die pädagogische Leitung ist noch immer in der Standortschulleitung. Wie sich das im Ganzen auf die Schulsituation in Vechigen auswirken wird, wird sich in den kommenden Jahren zeigen.
Gleich in der dritten Woche begeben wir uns in die Landschulwoche. Diesmal geht es wieder nach Reckingen, im Obergoms. Es ist dies das erste Mal, dass wir an einen gleichen Ort und sogar ins gleiche Lagerhaus gehen. Da bereits zehn Jahre vergangen sind seit dem letzten Mal, spielt es für die Schülerinnen und Schüler keine Rolle. Für das Programm wirkt sich dies bestimmt positiv aus. Die schönsten Unternehmungen von damals werden mit neuen kombiniert, was bestimmt zu unvergesslichen Erlebnissen führen wird. Das genauere Programm mit allen nötigen Angaben werden wir vor dem Lager bekannt geben.
Der Fahrplan für den Schülertransport wurde bereits im Mai zusammengestellt. Wir werden ihn gleich von Beginn an umsetzen. Allfällige Veränderungen werden vorgenommen, sobald wir die ersten Wochen durchgespielt und allfällige Schwächen ausgemacht haben.
An all diese Neuerungen werden wir uns bald gewöhnt haben, so dass wir uns schon bald im Alltagstrott befinden werden. Auch für die Klasse wird es bestimmt einige Zeit in Anspruch nehmen, bis die Lücken, welche die drei Neuntklässler hinterlassen haben, aufgefüllt werden…und dann steht bestimmt wieder etwas Neues an. Es ist unschwer zu erkennen, dass es zwar einen Alltag gibt, dieser jedoch immer wieder anders sein wird. Dies gibt Sicherheit und ermöglicht Neues anzugehen.
Wir wünschen euch allen viel Neues in eurer gewohnten Umgebung.

André Schibli